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Barmen Innenstadt

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Nur, wer zu Wort kommt, kann gehört werden


Es war im Haus der Deutschen Bank AG an der B7 zwischen dem Opernhaus und dem Alten Markt, wo Ende der 80er Jahre Barmer Kaufleute zu einem Gesprächsabend zusammengekommen waren. Es ging um die Zukunft des Stadtbezirkes Barmen und insbesondere um die Entwicklung der dortigen Innenstadt. Hans-Hermann Lücke, damals schon Mitglied der Bezirksvertretung Barmen und heute Barmens Bezirksbürgermeister, hielt einen Vortrag zum Thema des Abends und empfahl mit seinen Schlußworten die Gründung eines Zusammenschlusses der in der City Barmen ansässigen Kaufleute und Dienstleister.

Die Barmer Einzelhändler Heinz Brinkmann (†), Reiner Caspari und Dirk Wewer griffen die Idee auf und gründeten etwa zeitgleich mit dem ersten Stadtfest "Barmen live" die "Interessengemeinschaft City Barmen e.V." (fortan: IG). Heinz Brinkmann formulierte "Barmen beweist, was Leistung heißt" und ließ dieses sofort vielbeachtete Motto auf hunderte blau-weißer Fahnen drucken, die über ein Jahrzehnt lang lang zu Aktionen und Festen in Barmen aufgehängt wurden.

Die IG wurde immer aktiver. Die Vorsitzenden wechselten sich ab. Nach Heinz Brinkmann hatten auch Caspari und Wewer jeweils für einige Jahre den Vorsitz inne. Ihnen folgte der junge Einzelhändler Guido Gnoth. Nach Gnoth wurde Hans-Hermann Lücke kommissarischer Vorsitzender, bevor mit der Modehändlerin Irene Caspari - weder verwandt noch verschwägert mit Reiner Caspari - erstmals eine Frau an die Spitze der Interessengemeinschaft trat. Als Frau Caspari ausschied, wurde die Satzung geändert. In Anbetracht der immer umfänglicher werdenden Aufgaben, wurde die IG fortan von zwei gleichberechtigten Vorsitzenden geführt. So wählten die Mitglieder Mathias Wewer und Burkhard Dietz zur "Barmer Doppelspitze".

Immer waren noch weitere aktive Kräfte da und gaben Unterstützung. Vor allem die jeweiligen Schatzmeister, die berufliche Kompetenz und Logistik einbrachten. Augenblicklicher Schatzmeister ist Martin Müller, Geschäftskundenberater der heimischen Volksbank. Müller führt die Kasse ehrenamtlich und trägt wesentlich dazu bei, die Handlungsfähigkeit der IG zu bewahren. Zu nennen ist aber auch der Beirat, aus dem heraus engagierte Kaufleute mit aktiven Beiträgen zum Erfolg der IG beitrugen und bis heute beitragen.

Und so kam es, daß die IG immer wieder Erfolge vorzuweisen hatte. Jedes Jahr war und ist sie die "Macherin" der Barmer Weihnachtsbeleuchtung. Montage, Betrieb, Demontage, Lagerung, Pflege und Reparaturen verschlingen in jedem Advent den Gegenwert eines guten Autos. Die Mitgliedsbeiträge der IG reichen nicht aus, die Kosten zu tragen. Deswegen wird Jahr für Jahr mit viel Mühen versucht, eine Umlage zu kassieren. Bis heute ist das immer wieder gelungen, obwohl sich einige, teilweise sogar recht prominente Geschäfte verweigern und die Reise zum einträglichen Weihnachsgeschäft gern auf dem Trittbrett mitmachen. Trotzdem hat es die IG bislang geschafft, die schöne Barmer Weihnachtsbeleuchtung ohne Griff in´s Stadsäckl hell erleuchten zu lassen. Schließlich will doch niemand, daß in Barmen die Lichter ausgehen.

Das zu vermeiden ist auch immer dann die Motivation der IG, wenn deren Vorstände und/oder Beiräte in Spitzengesprächen, in Ausschüssen, in Werkstattgesprächen und in zahllosen Sitzungen sowie Diskussionsrunden gemeinsam mit der Kommunalpolitik und dem offiziellen Stadtmarketing an der weiteren Standortentwicklung für die City Barmen mitarbeiten.

Nur, wer sich meldet, kommt zu Wort. Und nur, wer zu Wort kommt, kann auch gehört werden. Schon deswegen ist die Interessenvertretung so wichtig und so unverzichtbar. Und wenn sie gut arbeitet, kann sie auch gut feiern. Wie gut, das zeigt "Barmen live", das nach all´ den Jahren inzwischen zu einem der größten City-Feste Deutschlands geworden ist. Zu nennen sind aber auch das Barmer Weinfest, der Barmer Herbst und besonders der Barmer Weihnachtsmarkt, der nach Meinung vieler Menschen durch seine Kulisse und durch sein Angebot attraktiv und beschaulich zugleich ist.

Natürlich sind es nicht nur die Glanzlichter, die die Vita der IG beleuchten. Immer wieder mal hat es daran gefehlt, daß genügend Mitstreiter beisammen waren. Die Vorstände haben viele, viele Dinge auf den Weg gebracht hat, wobei sie oftmals gerne mehr helfende Hände und Köpfe um sich gehabt hätten. Um jegliche Unterstützung sei auch weiterhin geworben. Unterstützung natürlich von denen, die in der City Barmen ihre Geschäfte und ihre Büros betreiben und deswegen auf eine gute Standortentwicklung angewiesen sind.

An Vorhaben mangelt es nicht. Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, die Sanierung des Hauses der Jugend, Nordbahntrasse, Projektentwicklung für die Concordia, Umfeldverbesserung zwischen Parlament- und Zwinglistraße sowie zwischen "Brauhaus" und Mühlenweg/Bachstraße eien hier nur als Beispiele genannt. Beispiele für die Entwicklung von Rahmenbedingungen für Handel und Dienstleistung in Barmen. Da muß mitgeredet und mitentschieden werden.

Auch die Vorhaben, die das aktuelle Profil des Geschäftsstandortes schärfen und idealisieren sollen, die Marketing, Werbung und neue Events im Focus haben, müssen weiterhin betrieben werden und mit dem Einsatz neuer Kräfte zu neuen Erfolgen werden.

Arbeit ist genügend da. Mitstreiter sind herzlich willkommen.

Sinn und Zweck des Engagements ist die Sicherung der Zukunft Barmens in einer liebenswerten Großstadt Wuppertal, die - und das ist einzigartig in Deutschland - mehr als nur ein einziges lebendiges Zentrum hat.

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